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Lesen Sie bitte die "Autor’s Notizen" am Ende dieses Textes.
(0) Die blau hinterlegten Zahlen deuten auf Erklärungen des Authors am Ende des Textes hin.

Ich heiße Marvin, meine Frau Deloris und ich betreiben unser "River Trail Country Vacations" ca. 24 km nördlich des Ortes "Love"in  Saskatchewan.
Das 1999 erbaute und 130 Quadratmeter große Ferienhaus wurde so geplant, dass eine Gruppe bis zu 11 Personen komfortabel ihren Urlaub hier verbringen können. Moderner Komfort wird geboten, inklusive einer kompletten Küche, drei großen Schlafzimmern, zwei Bädern, eines davon mit einer Waschmaschine/Trockner und Handtüchern sowie Bettzeug. Eine vollständige Beschreibung finden Sie auf unserer
Homepage
In unserer Anlage können Sie so sehr beschäftigt sein wie Sie es gerne möchten. Eine der beliebtesten Aktivitäten ist die "The Narrow Hills Adventure Tour. Diese Tour startet auf River Trail und dauert etwa 6 bis 8 Stunden, abhängig davon was Sie sehen und tun möchten.

Wie alles anfing

In den späten  1920'igern und den frühen 30'igern wurde ein Weg durch den Busch nördlich von Love(1) geschlagen,  (früher genannt "Love Siding"). Nach der Überquerung des Torch Rivers, verläuft der Weg mehrere km entlang des Torch Rivers(2) und dann weiter nach Norden bis er schließlich das " Lakes Country" Seen Gebiet erreicht. Dieser Trail wurde bis 1937 hauptsächlich von Trappern, Jägern und Anglern benutzt, bis er schließlich auch durch Waldbrand Bekämpfer genutzt wurde, die damals ein Feuer eindämmen mussten welches die Gegend bedrohte.  1938 wurde ein Feuerturm, der "Narrow Hills Tower" am nördlichen Ende des Trails gebaut. Viele Jahre lang wurde dieser Turm von einem Mann mit Namen: Zac (Jackpine) Anderson betrieben welcher den Trail nutzte.

Der Trail windet sich durch den jungfräulichen Wald und verläuft in der Regel bergan da er zum höchsten Punkt des Grates geht welcher eine Hinterlassenschaft von Gletscheraktivitäten aus früheren Erdgeschichtlichen Zeiten ist. Die Indianer nannten den Grat "Elk Mountain"(3), später wurde er Narrow Hills genannt. Der Trail ist hügelig, gewunden, sandig, und war schwierig zu befahren in früheren Tagen. Traktoren und auch Pferde wurden gerne benutzt um auf dem Trail vorwärts zu kommen. Die Strecke war so schlecht das es oft drei oder vier Tage dauerte um von Love bis zum unteren Fishing Lake und zurück zu kommen, eine Distanz von ca. 90 km in einer Richtung. Über die Jahre gab es einige Verbesserungen. Einige der schwierigsten Hügel wurden umgangen und einige niedrig liegende feuchte Abschnitte wurden mittels quer liegender Baumstämme, die dann mit Sand bedeckt wurden passierbar gemacht.

Der Trail hatte viele Eigenheiten die von den frühen Reisenden auf dem Trail mit bildhaft deutlichen Namen beschrieben wurden. Der Abschnitt den "Stovepipe" Hill (Ofenrohr Hügel) herauf war buckelig und bestand hauptsächlich aus nachgiebigem  Sand. Jedes Fahrzeug musste von Hand herauf geschoben werden. Kurz nach einem wenn auch mäßigen Regen verfestigte sich der Sand und das Befahren des Hügels wurde wesentlich besser. Der Stovepipe Hill wurde vor vielen Jahren umgangen, heute wird dieser Abschnitt des Trails nicht mehr genutzt. Der Kartoffel Hügel (Potato Hill) war eine weitere schwierige Stelle auf dem Trail, dieser Abschnitt wurde mit Lehm und Kies darüber bedeckt und ist heute gut passierbar. Ein kleiner See in der Nähe des Trails wurde "Dead Man Lake" genannt, ein Trapper war darin ertrunken, er wurde dann erst im folgenden Frühjahr gefunden. Alle diese Erschwernisse machten den Trail zu einer aufregenden und anspruchsvollen Route.
                                      

In den Fünfzigern als ich aufwuchs machte unsere Familie jedes Jahr einen Trip den Trail hoch um unsere Jahresration Fisch aus einer Reihe von 3 kleinen Seen zu erhalten die damals wie heute Grace Lakes(4) heißen. Wir fuhren immer mit drei oder vier Trucks weil die Anzahl der Fahrzeuge eine gewisse Sicherheit bedeutete. Wir mussten alle unsere Kräfte bei einigen der Hügel einsetzen um die Trucks herauf zu schieben. Wir pflegten das Haus um 8 Uhr morgens zu verlassen, gleich nach den all morgendlichen Arbeiten und wir erreichten die Grace Lakes bei Sonnen Untergang also 12 Stunden später.
Einer meiner Onkel hatte ein Fischnetz, obwohl es schon damals verboten war ein Netz zu benutzen taten wir es trotzdem. Es sollte dem Fischbestand nicht geschadet haben da wir dies nur einmal im Jahr taten und keiner der gefangenen Fische verschwendet wurde. Auch wenn wir mal früher am Tag ankamen so wurde das Netz immer bei Sonnenuntergang in der Enge zwischen dem mittleren und dem dritten See gesetzt.

Der Grund das Netz bei Sonnenuntergang zu setzen war einfach. In der Dunkelheit konnte das Netz nicht von der Hügelkuppe aus gesehen werden, es war eine Vorsichtsmaßnahme da das fischen mit Netz ja illegal war.

Früh am nächsten Morgen gingen die Männer los das Netz an Land zu ziehen, ich der ich ja immerhin schon 6 oder 7 Jahre alt war durfte öfters mitgehen. Das Netz war gewöhnlich voller Fische die ausgenommen wurden und dann den Hügel herauf geschleppt wurden um dort für den Transport nachhause weiter verarbeitet zu werden. Ich erinnere mich dass sich einmal ein Biber durch das Netz biss so dass unser Fang damals recht klein war.

Wir mussten so schnell wie möglich nachhause da unsere Kühe weder die Nacht zuvor noch den folgenden Morgen gemolken wurden was das betrifft. Die Heimreise war wesentlich einfacher da fast der gesamte Weg bergab ging, und wir in drei oder vier Stunden zuhause waren.
In den späten Fünfzigern wurde die Strecke soweit verbessert das man sie sogar mit einem Auto befahren konnte, obwohl der Weg an einigen Stellen etwas schwierig war konnte man sie jetzt richtig flott befahren
Heutzutage ist dieser Trip zu den Grace Lakes wesentlich einfacher, ich bin die 60 km mal in weniger als drei Stunden gefahren, ich muss zugeben das ich damals aber in einer gewissen Eile war.
Die Tour die wir heute machen werden ist doch gemütlicher.

Die Narrow Hills
Abenteuer Tour


Wir fahren los von River Trail Country Vacations gegen 9:00 Uhr am Morgen und fahren dann zunächst eine relative neue Strasse – die “Harding Road”, die Harding Road wurde zum Holztransport in den späten Siebzigern gebaut wurde, wird heute nicht mehr als Holz Transportweg genutzt, für unser Vorhaben ist sie aber genau richtig. Entlang diesem Weg können wir noch Anzeichen eines Waldbrandes erkennen der einst der Hauptgrund war den ursprünglichen Weg zu bauen welchem wir zum größten Teil folgen. Nach etwa einer halben Stunde verlassen wir die Harding Road und fahren jetzt einen Weg der auch –wenn auch später als Transportweg gebaut wurde. Etwa 15 Minuten später nehmen wir einen Seiten Weg der uns zu einer ausgewaschenen Furt bringt. Manchmal müssen wir die Furt etwas auffüllen um durchfahren zu können, manchmal ist die Stelle passierbar da sie von einem Trapper, der in der Gegend tätig ist ausgebessert wird.

 

Nach einer weiteren kurzen Strecke wechseln wir in einen Busch Trail kaum breit genug für den 8-sitzigen Van den wir benutzen. Kurz darauf ist dieser Weg zu ende, wir verlassen das Fahrzeug und wandern ein kurzes Stück bis wir zu einem Trapper Blockhaus kommen an einem See der Beaver House Lake genannt wird. Es gibt zwei Hütten an dieser Stelle, die ältere die lange vor meiner Zeit gebaut wurde ist immer noch in relativ gutem Zustand obwohl die Seitenwände aus Stämmen anfangen ihr Alter zu zeigen. Das alte Blockhaus ist etwa 4,5m mal 2,5m und weniger als 1,80 m hoch, mit Lehmboden und Gras bewachsenem Dach.

Die beiden Bettstellen und der Tisch dazwischen kann man noch sehen, gebaut wurden sie vor vielen Jahren von einem Trapper.

In den frühen Sechzigern während eines Angel Trips mit meinem Onkel schlief ich hier für eine Nacht, ich fand die Hütte damals ganz bequem. Damals wurde die Hütte noch von einem alten Trapper namens Walter Kratz(5) benutzt, dieser ist schon länger in den ewigen Trapper Gründen.
                                                              
Das zweite Blockhaus hat eine andere Geschichte.
Gebaut wurde es in den späten 80igern mit innen Maßen von knapp 5m mal 6m und 2m hoch. Der Boden ist aus Holz und die Wände bestehen aus starken Stämmen.
Es gibt zwei Doppelbetten, einen Herd zum kochen sowie Lampen, – beides mit Propan betrieben. Der große blecherne Ofen in der Ecke wird mit Holz betrieben. Obwohl ich selbst nicht so viel Zeit in der Hütte verbracht habe finde ich sie sehr gemütlich.

Wir schauen uns die Hütten an und gehen einen kurzen Pfad entlang runter zum “Beaver House” See. Der See ist mit ca. 400m breite und 1,2 km Länge relativ klein. Der See hat seinen Namen durch die Anwesenheit von Bibern erhalten, die beliebten sich einige Häuser (Biberburgen) im See zu bauen. Der See entstand durch einen langen und hohen Damm den die Biber bauten um das Wasser aus Sicherheitsgründen für Ihre Burgen zu stauen, und auch um ihre Nahrung leicht durch das Wasser transportieren zu können.

Ich habe die Vermutung dass die Biber hier schon seit Jahrhunderten tätig sind, es ist offensichtlich dass der Damm schon sehr oft repariert wurde.

Es ist an der Zeit unsere Reise fortzusetzen..

Zurück auf der Harding Road fahren wir weiter für eine Meile und gelangen schließlich auf den Esker Trail, der von den Einheimischen früher “Fishing Lake Trail” genannt wurde. Der ursprüngliche  Fishing Lake Trail” befand sich etwas weiter westlich und traf erst an seinem nördlichsten Ende auf den Esker Trail. Entlang des Trails ist es still und das war schon immer so, eigentlich ist es kaum mehr als zwei ausgefahrene Radspuren durch die Wälder. An manchen stellen ist der Weg so schmal das die Büsche an den Seitenrändern an den Seiten unseres Fahrzeugs streifen wenn wir durchfahren. Da es jetzt schon früher Nachmittag ist, steuern wir einen Picknick Platz an einem abgelegenen See, dem “Falling Horse” See an. Er wurde kürzlich in Odell See umbenannt. Ich kenne nicht die Geschichte die dem See seinen einstigen Namen eingebracht hat, da aber viele der früheren Reisenden Pferde benutzten können Sie es Ihrer Vorstellung überlassen eine Antwort darauf zu finden.

Nach der Ankunft an dem Picknick Platz wandern wir die 400m runter zum See. Der See, obwohl klein für seine Art bildet ein ausgedehntes Oval mit einer Delle an einer Seite. Er hat einen Durchmesser von etwa einundeinhalb Kilometern an seiner breitesten Stelle und ist vielleicht 3km lang. Zum Angeln ist er gewöhnlich gut geeignet da er recht abgelegen ist, eines Tages werden wir unser Glück versuchen und einen prächtigen Hecht herausziehen.
Wir werden mittlerweile hungrig sein und machen uns auf den Weg zurück zu unserem Minibus zum Mittagessen. Falls Deloris dabei ist wird alles schon bereit stehen, das Lagerfeuer wird brennen, die Hotdogs, der Kartoffelsalat und die Wassermelone werden bereitstehen.

                                                                                                     
Wir müssen jetzt vorsichtig sein, ungeladene Gäste sind in der Nähe. Einer unserer Gäste auf einer der Touren saß an einem Tisch als plötzlich ein Whiskey Jack (Canada Jay) auf seinem Knie landete und versuchte ihm seinen Hotdog aus der Hand zu stehlen. Da es nicht klappte aß der Gast seelenruhig weiter seinen Hotdog. Er war von Österreich, es war eine ein erstaunliches Bild dieses zu sehen, es war das Highlight dieser Mittagspause im Busch. Übrigens, der Herr aus Österreich verfütterte seinen ganzen Hotdog und mehr an die 3 oder 4 Schmarotzer die sich zum Essen einluden.

Es geht jetzt auf 14:00 Uhr zu und wir haben noch einiges an Weg vor uns.
Wir packen zusammen und setzen unseren Weg fort.
Von den Waldbränden abgesehen wurden diese Bäume nie behelligt. Das nördliche Ende des Esker Trails liegt im Narrow Hills Provinzial Park(6) und das einschlagen von Holz ist hier verboten, hier wie in allen Parks.   Wir reisen durch jungfräuliche Bestände von Fichten und Kiefern, immer höher geht es auf den Esker Rücken. Während unserer Fahrt sehen wir womöglich Elch oder Hirsch, wenn wir Glück haben auch einen Bären auf dem Trail. Einige der Hügel die aufsteigen sind steil, manchmal mit ausgewaschenen Stellen an einigen der Hügel, trotzdem kommen wir der spektakulärsten Stelle der Gegend immer näher.

                                                                                                                          

Besuchen Sie Grace Lakes via Google Earth (Google Earth muss dazu auf Ihrem PC installiert sein)

Unvermittelt gelangen wir zu einem öfter benutzten Platz, wir haben das untere Ende der „Grace Lakes“ erreicht. Wir steigen alle aus dem Minibus aus, wir wandern etwas herum und lassen die Aussicht auf uns einwirken.

Von den Grace Lakes ist von unserem jetzigen Platz nicht viel zu sehen, riesige alte Kiefern stehen am Hang unterhalb und wir entscheiden uns den Hügel hinab zu wandern.
Falls es für Sie ein Problem sein sollte steile Hügel zu klettern, dann wird es besser sein eine Weile zu warten bis wir das nächste mal halten um von dort eine Aussicht auf die Grace Lakes zu erhalten, der Hang herunter zum See hat einen schwierigen Steilhang. Als ich 7 Jahre alt war bin ich für 5 Cent den Hügel hoch gerannt, heute könnte ich nicht ein viertel des Weges für 500 Dollar hoch laufen.

 

Während wir uns vorsichtig den Hügel hinab bewegen sehen wir zunehmend mehr vom See, das heißt von den Seen, erinnern Sie sich, es sind ja drei. Nachdem die Hälfte des Weges zurückgelegt ist können wir schon einen guten Teil der zwei größeren Seen die sich rechter Hand von uns ausdehnen. Wenn wir ganz unten ankommen stehen wir auf einem schmalen Sandstrand an dem mittleren der drei Grace Lakes.

Es sei denn das Sie ein guter Schwimmer sind würde ich von einem Bad im See abraten. Der Grund des Sees fällt weiter im gleichen Winkel wie der Hügel nach unten ab bis der Grund bei einer Tiefe von mehr als 15m erreicht ist. Der kleine flache See zur linken ist kaum mehr als ein Biberteich, da er wie die meisten Seen in der Gegend einen Biber Damm an seinem Abfluss hat. Der See an dem wir sind, der mittlere See ist ein gutes Stück größer und recht tief. Der letzte der Seen in dieser Kette liegt rechts von uns und ist ziemlich flach mit etwa 2m tiefe mit einigen tieferen Stellen, aber er ist mit Abstand der größere was die Oberfläche angeht.
Es ist jetzt an der Zeit uns auf den Rückweg den Hügel an zu machen. Unten stehend und nach oben schauend scheint es eine Herausforderung zu sein, aber wir haben keine Wahl, wir müssen wieder zurück. Auf halbem Wege legen wir einen kurzen Stopp zum Atem holen ein, obwohl es keiner zugeben will wir brauchen es. Natürlich halten wir nur für die anderen an.

Zurück oben auf dem Hügel gruppieren wir uns für ein paar Aufnahmen, hieven uns in den Bus und machen uns auf den Weg. Der Trail, obwohl mittlerweile in besserem Zustand verläuft noch immer steil aufwärts für fast einen Kilometer und läuft dann in die Waagerechte aus. Wir sind ganz oben auf dem Narrow Hills Esker.

                                                                                                                             

Der Esker(7) wurde vor langer Zeit durch die Gletscher der Eiszeit geschaffen. Ein schmales Band von Stein und Trümmern wurde zusammen geschoben und fiel wieder als die Gletscher sich zurückzogen. Geradeaus in Blickrichtung liegt ein großes Tal das mehr als 15 km breit und überwiegend mit ursprünglichen Kiefern und Fichten bedeckt ist. Kaum sichtbar liegt in der Ferne linkerhand der „Falling Horse“ (Odell) See an dem wir zum Essen gestoppt hatten. Zu unserer rechten liegt unberührter Wald. Zu unseren Füssen liegen die glänzenden Wasser der Grace Seen. Der Hang nach unten zu den Seen ist so steil und tief von hier aus das ich noch von niemandem gehört habe der ihn erklettert hätte, obwohl ich sicher bin das es jemand getan hat da es nicht unmöglich scheint.

Ein Europäer der mit uns war stand ganz gefesselt auf dem Hügel. Nach etwa fünf Minuten wandte er sich an mich und sagte. „Ich habe noch nie so viele Seen gesehen und keine Menschen in der Gegend“.

Er hatte Recht. In den mehr als fünf Stunden die wir jetzt auf dem Trail waren hatten wir von den Mitreisenden abgesehen keinen Menschen gesehen.

Die Aussicht von unserem Standort war schon auf vielen Fotos und in einer ganzen Anzahl von Magazinen und Artikeln über Saskatchewans Landschaft zu sehen, die Aussicht ist wirklich Einzigartig. Unsere Webseite bietet einige Videos und Fotos über diese Tour und diese Szenerie an.

Mittlerweile ist es spät geworden und die Reise muss weitergehen.

 

Der Trail, der weiter nach Norden geht wurde genau entlang der höchsten Erhebung des Esker gebaut, bis er nach etwa 5 km von den Grace Lakes mit dem Ende des Eskers abfällt. Dieser Abschnitt des Trails wird in gutem Zustand gehalten da die Grace Lakes Gegend ein wunderschöner Platz ist, der gerne von besucht wird um ein Picknick zu halten und Fotos der herrlichen Landschaft zu machen. Entlang des größten Teils der Strecke nach Norden haben wir eine gute Sicht in das westlich gelegene Tal. Östlich des Weges gibt es ein noch weiter ausgedehntes Tal das voller kleiner Seen und “Toteis-Löcher”(8) ist, es kann aber nur an einigen Stellen am Ende von Fußwegen eingesehen werden, welche eigens zu diesem Zweck angelegt wurden.
Dieses ist nach meiner Kenntnis der einzige Trail in der Gegend der sich an einer Stelle in zwei Fahrbahnen aufteilt. An einem Punkt am nördlichen Ende des Eskers muss man sich, in Richtung Norden reisend rechts um den Fuß einer höheren Erhebung herum halten, während der entgegen kommende Reisende in Richtung Süden direkt über den Hügel fährt. Diese zwei Fahrbahnen waren früher eine einzige Fahrbahn. Der Trail über den Hügel hinüber war der ursprüngliche Weg, der Trail um den Hügel wurde erst in den Fünfzigern in die Seite des Hügels gebaut.
Bald darauf erreichen wir die Hauptstrasse, die vom unteren "Fishing Lake" zum Narrow Hills Feuerturm verläuft. Nach rechts abbiegend sind wir bald darauf am Turm. Der Trail den wir bereist haben wurde ehemals benutzt um den Feuerturm zu erreichen und zu versorgen. Der ursprüngliche hölzerne Turm wurde 1938 gebaut und war jeden Sommer besetzt bis etwa 1950, als ein neuer Turm mit stählerner Struktur errichtet wurde, einige Jahre später wurde dann eine neue Waldhüter Hütte erreichtet.

Wir halten kurz an um uns das kleine Museum anzuschauen welches in der vormaligen Waldhüter Hütte eingerichtet wurde. Dann kehren wir zurück auf dem gleichen Weg auf dem wir kamen, wir passieren die Abzweigung zum Esker Trail auf unserem Weg zum unteren "Fishing Lake"
                                                                                                   
Bald darauf sind wir am unteren Fishing Lake, der den Sommer über ein beliebter Platz zur Erholung ist, nur wenige Anwohner leben dauernd hier. Einige der Anwohner arbeiten in der Gegend während andere in Pension sind. Die Anwohner sind sehr engagierte Leute, sie sind Mitglied der "Saskatchwan Wildlife Federation", eine Gesellschaft die sich der Verbesserung des Loses aller lebenden Wesen widmet, den Menschen wie auch den Tieren
Wir haben noch einen Stopp vor uns, er ist etwa 5km weiter. Wir müssen an der "Caribou Creek Lodge" am oberen Fishing Lake wegen dem besonderen "Speise Eis" das es dort gibt anhalten, Ich setzte Speise Eis in Anführungszeichen weil das Eis in der Caribou Creek Lodge einige Aufmerksamkeit verdient. Ich habe nie Eis so hoch im Hörnchen aufgetürmt gesehen obwohl ich eine Menge Eis Cream gesehen habe.

Caribou Creek Lodge hat einen Nachbarschaftsladen der das ganze Jahr geöffnet hat, sie verkaufen dort Benzin und eine Menge Dinge die einen an einen Gemischtwaren Laden erinnern. Es gibt dort auch ein Restaurant, Essen und Kaffee sind dort sehr gut. Nach dem Kauf einiger Souvenirs sind wir soweit uns auf den Heimweg zu machen.

Die Fahrt nach Hause wird wahrscheinlich zwischen einer und  eineinhalb Stunden dauern, da wir den asphaltierten Highway 106 (Die Hanson Lake Road)(9) befahren. Wir biegen nach ca. 15 Minuten nach Osten in die Harding Road die uns nach Hause bringt, wir haben jetzt einen vollen Kreis in knapp 8 Stunden durchfahren.

Wenn wir in River Trail Country Vacations ankommen ist es Zeit für das Abendessen, die Dusche und das Bett.

 

Es war ein guter Tag!!




--- Anmerkungen des Authors —

(1) Das Dorf war ursprünglich “Love Siding” (Love Entladegleis)  genannt worden, da es ein Seitengleis war wo Holz und andere Forst Produkte auf Wagons geladen wurden. Zwei Geschichten darüber wie „Love“ zu seinem romantischen  Namen kam, waren im Umlauf. In seinen frühen Tagen war Love ein Sägemühlen Dorf das einige Sägemühlen innerhalb seiner Grenzen hatte, unter anderem eine „Saskatchewan Timber Board“ Sägemühle und die „Johnson Brothers“ Sägemühle. Es hieß das einer der dortigen Arbeiter sich in die  Köchin  verliebte die in einem der Feldküchen arbeitete. Wegen dieser zuweilen stürmischen Romanze wurde die Siedlung als Nebengleis Liebe, oder Liebe Nebengleis (Love Siding) bekannt.

Die andere Geschichte erzählte das Love nach dem Namen des Zug Schaffners des ersten Zuges der dort hielt genannt wurde, sein Name war Love. Suchen Sie sich aus welche Version Ihnen am besten gefällt, bedenken Sie aber das die zweite Geschichte die wahre Geschichte ist wie Love zu seinem Namen kam.

   

(2) Das erste Land, dass bei uns vermessen wurde war der Torch River Distrikt, 5km Süd-Ost von uns. Es wurde 1916 vermessen. Die ersten Siedler die ankamen waren Herr und Frau Otterbien und Charlie Johnson die 1921 zu dem damals noch namenlosen Torch River Distrikt kamen. Die Otterbiens verließen die Gegend bald wieder aber Herr Johnson blieb sein ganzes Leben hier. Die Gegend in der wir leben, der "Moose Run" Distrikt wurde 1931 vermessen. Die Familie meiner Mutter waren die ersten die in unserem Distrikt, sie ließen sich weniger als einen Kilometer nördlich von unserem jetzigen Platz nieder nachdem sie von Deutschland über Steinbach in Manitoba und Esk Saskatchewan hier ankamen.

Mein Großvater Johann Sager und sein Stiefsohn Joseph Kiehn hatten ihre Siedlungsplätze 1929 abgesteckt. Herr Sager brachte seine junge und wachsende Familie1930 nach hier, ein Jahr vor der Landvermessung. Herr Kiehn brachte seine Familie einige Jahre später nachdem er den Siedlungsplatz vorbereitet hatte. Die vollständige Geschichte der Torch River und Moose Run Distrikte findet man auf der "Leitartikel Seite" auf unserer Homepage.

   

(3)Elk Mountain wurden die Narrow Hills von den Eingeborenen Jägern früher genannt. Jagdgesellschaften aus vielen Landesteilen kamen zusammen um die zahlreichen Elks (Wapitis)zu jagen die man in den Tälern längs des Eskers finden konnte. Es wird erzählt, dass während eines einzigen Winters mehr als 135 Elks im Bereich des Elk Mountains erlegt wurden, daher der Name.


(4) Die Grace Lakes erhielten ihren Namen nach einer Dame namens Grace, die, mit ihrem Ehemann und 2 jungen Töchtern bis 1950 eine Meile südlich von uns wohnte. Sie war die erste weiße Frau die bekanntermaßen in einem der Grace Seen schwamm. Die Familie zog 1955 nach Prince George in British Columbia nachdem ihr Mann sich eine schwere Verletzung beim fällen von Bäumen zugezogen hatte.

Ich erinnere mich, dass ich Mitte der fünfziger Jahre eine Doppel Reifenspur, eigentlich schon Spurrillen sah, die geradewegs runter zum See gingen. Einer meiner Onkel sagte mir das ein paar Typen die er kannte ihren ausgedienten vier Rad angetriebenen Armee Jeep den Hang zum See runter fuhren. Sie mussten ihn mit einer Winde zurück den Hügel hinauf ziehen wegen dem steilen Hang.

 

 (5)Walter Kratz, den ich gut kannte war ein Feuerwachmann der Naturschutz Behörde auf einem der nahen Feuertürme. Es war auf dem dritten "Grassy Lake" Feuerturm nur 5 km östlich vom heutigen River Trail Country Vacations eingesetzt. Er kam in den späten 30igern in die Gegend und begann mit dem Fallen stellen in den nördlichen Wäldern. Er wurde "Turm Mann" in den frühen Fünfzigern und behielt diese Arbeit, neben dem Fallenstellen im Winter bis zu seiner Pensionierung 1965  mit 67 Jahren bei. Er verbrachte seinen Lebensabend in Creston in British Columbia, wo er noch mit 70 Jahren zum ersten Mal heiratete. Etwa 1971 wurde ein neuer Feuerturm, der auch Grassy Lake Feuerturm genannt wurde 8 km nördlich des alten gebaut. Der alte wurde außer Dienst gestellt und schließlich abgebaut.


(6) Der Nipawin Provinzial Park, der Vorgänger des Narrow Hills Provinzial Parks wurde von Garry Parker ins Leben gerufen. Garrry Parker war der erste Außendienst Chef für den Grassy Lake Distrikt des "Saskatchewan Department of Natural Resources", er war am Grassy Lakes Feuerturm stationiert. Er blieb auf dieser Position von 1931 bis 1941. Gleich nach seiner Einsetzung als Außendienst Chef beauftragte Parker einen seiner Untergebenen Feuerwachstreifen, Herrn Burns Madison die Gegend um die Narrow Hills zu kartographisieren um die Möglichkeit der Schaffung eines Provinzial Parks auszuloten. Mit dem Ergebnis einer zwei monatigen Untersuchung drängte Parker darauf, und erreichte auch, die Schaffung des mehr als 650 Quadratkilometer großen "Nipawin Provincial Park) der offiziell 1934 eingeweiht wurde.

(7)Was Allgemein der Narrow Hills Esker genannt wird, ist tatsächlich eine Endmoräne. Eine Endmoräne bildet sich nach dem Stillstand eines Gletschers an dessen Ende und besteht aus Material, das an der Stirnseite des Gletschers aufgeschoben wurde. Zumeist entsteht ein annähernd halbkreisförmiger Moränenwall, der das Gletscher Ende umgibt. Die der Gletscherzunge zugewandte Seite ist steiler als die Außenseite des Endmoränenwalls. Voraussetzung zur Bildung einer Endmoräne ist ein stationärer Gletscher, d. h., der Eisstrom muss über einen längeren Zeitraum etwa an der gleichen Stelle halten. Rückzugsphasen und danach weniger weit reichende Vorstoßphasen eines Gletschers lassen mehrere hintereinander gestaffelte Endmoränenwälle entstehen.

(8)Toteis-Löcher (Kettel holes) sind kleinere in der Regel runde Seen oder Teiche die wahrscheinlich durch denselben Gletscher wie der Narrow Hills Esker entstanden sind. Sie erhalten ihre Form durch Eisblöcke verschiedener Größe die von einem Gletscher weg brechen und dann vom später sich zurückziehenden Gletscher durch dessen Gewicht in die Erde gedrückt werden. Wenn die Eisblöcke schmelzen hinterlassen sie ein dem Eisblock entsprechendes Loch in der Erde. Toteis Löcher haben oft keinen Zufluss und füllen sich mit Wasser durch schmelzenden Schnee, durch Sommer Regen und Sickerwasser. Einer der Gründe für das Verbleiben des Wassers sind die Biberdämme die im Frühling die dann auftretende Hauptmenge an Wasser zurückhalten. Wenn Sie den Falling Horse (Odell Lake) See anschauen werden Sie die mehr oder weniger rundliche Form bemerken, diese beiden Seen sind vermutlich Toteis-Löcher.

 

(9)Die "Hanson Lake Road" wurde nach einem Norwegischen Immigranten namens Olaf Hanson benannt. In den Zwanzigern und dreißiger Jahren war er Trapper und Berufs-Fischer am "Little Bear" und "Deschambault" See. Er zeichnete eine Karte der Route 1958, die später diese beliebte asphaltierte Strasse in den Nordosten Saskatchewans wurde. Der Bau der Strasse begann 1959 und fand seinen Abschluss in Creighton Saskatchewan 1962. Olaf Hanson arbeitete schließlich in den Minen von Flin Flon Manitoba, nach seiner Pensionierung zog er sich nach Prince Albert Saskatchewan zurück.

 

 
Für eine vollständigere Geschichte des Forstes der in unserer Geschichte beschrieben ist, können Sie die Webseite: www.cybervillagemall.com/sk/love besuchen.

 

 

 

Copyright 2005 by Marvin Torwalt