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Lesen Sie bitte die "Autor’s
Notizen" am Ende dieses Textes.
(0) Die blau hinterlegten Zahlen deuten auf
Erklärungen des Authors am Ende des Textes hin.
Ich heiße Marvin, meine Frau Deloris und ich betreiben unser "River
Trail Country Vacations"
ca. 24 km nördlich des Ortes "Love"in Saskatchewan.
Das 1999 erbaute und 130 Quadratmeter große Ferienhaus wurde so geplant, dass
eine Gruppe bis zu 11 Personen komfortabel ihren Urlaub hier verbringen können.
Moderner Komfort wird geboten, inklusive
einer
kompletten Küche, drei großen Schlafzimmern, zwei Bädern, eines davon mit einer
Waschmaschine/Trockner und Handtüchern sowie Bettzeug. Eine vollständige
Beschreibung finden Sie auf unserer Homepage.
In unserer Anlage können Sie so sehr beschäftigt sein wie Sie es gerne möchten.
Eine der beliebtesten Aktivitäten ist die "The Narrow Hills Adventure Tour.
Diese Tour startet auf River Trail und dauert etwa 6
bis 8 Stunden, abhängig davon was Sie sehen und tun möchten.
Wie alles anfing
In den späten 1920'igern und den frühen 30'igern wurde ein Weg durch den
Busch nördlich von Love(1) geschlagen, (früher genannt "Love Siding"). Nach der Überquerung des Torch
Rivers, verläuft der Weg mehrere km entlang des Torch Rivers(2) und dann weiter nach Norden bis er schließlich
das " Lakes Country"
Seen Gebiet erreicht. Dieser Trail wurde bis 1937
hauptsächlich von Trappern, Jägern und Anglern benutzt, bis er schließlich auch
durch Waldbrand Bekämpfer genutzt wurde, die damals ein Feuer eindämmen mussten
welches die Gegend bedrohte. 1938 wurde ein
Feuerturm, der "Narrow Hills Tower" am
nördlichen Ende des Trails gebaut. Viele Jahre lang
wurde dieser Turm von einem Mann mit Namen: Zac (Jackpine) Anderson betrieben welcher den Trail nutzte.
Der Trail windet sich durch den jungfräulichen Wald und
verläuft in der Regel bergan da er zum höchsten Punkt
des Grates geht welcher eine Hinterlassenschaft von Gletscheraktivitäten aus
früheren Erdgeschichtlichen Zeiten ist. Die Indianer nannten den Grat "Elk Mountain"(3), später wurde
er Narrow Hills genannt. Der Trail
ist hügelig, gewunden, sandig, und war schwierig zu befahren in früheren Tagen.
Traktoren und auch Pferde wurden gerne benutzt um auf dem Trail
vorwärts zu kommen. Die Strecke war so schlecht das es oft drei oder vier Tage
dauerte um von Love bis zum unteren Fishing Lake und
zurück zu kommen, eine Distanz von ca. 90 km in einer Richtung. Über die Jahre
gab es einige Verbesserungen. Einige der schwierigsten Hügel wurden umgangen
und einige niedrig liegende feuchte Abschnitte wurden mittels quer liegender
Baumstämme, die dann mit Sand bedeckt wurden passierbar gemacht.
Der Trail hatte viele Eigenheiten die von den frühen
Reisenden auf dem Trail mit bildhaft deutlichen Namen
beschrieben wurden. Der Abschnitt den "Stovepipe" Hill (Ofenrohr
Hügel) herauf war buckelig und bestand hauptsächlich aus nachgiebigem
Sand. Jedes Fahrzeug musste von Hand herauf geschoben werden. Kurz nach einem
wenn auch mäßigen Regen verfestigte sich der Sand und das Befahren des Hügels
wurde wesentlich besser. Der Stovepipe Hill wurde vor vielen Jahren umgangen,
heute wird dieser Abschnitt des Trails nicht mehr
genutzt. Der Kartoffel Hügel (Potato Hill) war eine
weitere schwierige Stelle auf dem Trail, dieser
Abschnitt wurde mit Lehm und Kies darüber bedeckt und ist heute gut passierbar.
Ein kleiner See in der Nähe des Trails wurde "Dead Man Lake" genannt, ein Trapper war darin
ertrunken, er wurde dann erst im folgenden Frühjahr gefunden. Alle diese
Erschwernisse machten den Trail zu einer aufregenden
und anspruchsvollen Route.
In den Fünfzigern als ich
aufwuchs machte unsere Familie jedes Jahr einen Trip den Trail
hoch um unsere Jahresration Fisch aus einer Reihe von 3 kleinen Seen zu
erhalten die damals wie heute Grace Lakes(4) heißen. Wir fuhren immer mit drei
oder vier Trucks weil die Anzahl der Fahrzeuge eine gewisse Sicherheit
bedeutete. Wir mussten alle unsere Kräfte bei einigen der Hügel einsetzen um
die Trucks herauf zu schieben. Wir pflegten das Haus um 8 Uhr morgens zu
verlassen, gleich nach den all morgendlichen Arbeiten und wir erreichten die
Grace Lakes bei Sonnen Untergang also 12 Stunden später.
Einer meiner Onkel hatte ein
Fischnetz, obwohl es schon damals verboten war ein Netz zu benutzen taten wir
es trotzdem. Es sollte dem Fischbestand nicht geschadet haben da wir dies nur
einmal im Jahr taten und keiner der gefangenen Fische verschwendet wurde. Auch
wenn wir mal früher am Tag ankamen so wurde das Netz immer bei Sonnenuntergang
in der Enge zwischen dem mittleren und dem dritten See gesetzt.
Der Grund das Netz bei
Sonnenuntergang zu setzen war einfach. In der Dunkelheit konnte das Netz nicht
von der Hügelkuppe aus gesehen werden, es war eine Vorsichtsmaßnahme da das
fischen mit Netz ja illegal war.
Früh am nächsten Morgen
gingen die Männer los das Netz an Land zu ziehen, ich der ich ja immerhin schon
6 oder 7 Jahre alt war durfte öfters mitgehen. Das Netz war gewöhnlich voller
Fische die ausgenommen wurden und dann den Hügel herauf geschleppt wurden um
dort für den Transport nachhause weiter verarbeitet zu werden. Ich erinnere
mich dass sich einmal ein Biber durch das Netz biss so dass unser Fang damals
recht klein war.
Wir mussten so schnell wie
möglich nachhause da unsere Kühe weder die Nacht zuvor noch den folgenden
Morgen gemolken wurden was das betrifft. Die Heimreise war wesentlich einfacher
da fast der gesamte Weg bergab ging, und wir in drei oder vier Stunden zuhause
waren.
In den späten Fünfzigern wurde die Strecke soweit verbessert das man sie sogar
mit einem Auto befahren konnte, obwohl der Weg an einigen Stellen etwas
schwierig war konnte man sie jetzt richtig flott befahren
Heutzutage ist dieser Trip zu den Grace Lakes wesentlich einfacher, ich bin die
60 km mal in weniger als drei Stunden gefahren, ich muss zugeben das ich damals
aber in einer gewissen Eile war.
Die Tour die wir heute machen werden ist doch gemütlicher.
Die Narrow Hills Abenteuer Tour
Wir fahren los von River Trail Country Vacations
gegen 9:00 Uhr am Morgen und fahren dann zunächst eine relative neue Strasse –
die “Harding Road”, die Harding Road wurde zum Holztransport in den späten
Siebzigern gebaut wurde, wird heute nicht mehr als Holz Transportweg genutzt,
für unser Vorhaben ist sie aber genau richtig. Entlang diesem Weg können wir
noch Anzeichen eines Waldbrandes erkennen der einst der Hauptgrund war den
ursprünglichen Weg zu bauen welchem wir zum größten Teil folgen. Nach etwa
einer halben Stunde verlassen wir die Harding Road und fahren jetzt einen Weg
der auch –wenn auch später als Transportweg gebaut wurde. Etwa 15 Minuten später
nehmen wir einen Seiten Weg der uns zu einer ausgewaschenen Furt bringt.
Manchmal müssen wir die Furt etwas auffüllen um durchfahren zu können, manchmal
ist die Stelle passierbar da sie von einem Trapper, der in der Gegend tätig ist
ausgebessert wird.
Nach einer weiteren kurzen
Strecke wechseln wir in einen Busch Trail kaum breit
genug für den 8-sitzigen Van den wir benutzen. Kurz darauf ist dieser Weg zu
ende, wir verlassen das Fahrzeug und wandern ein kurzes Stück bis wir zu einem
Trapper Blockhaus kommen an einem See der Beaver
House Lake genannt wird. Es gibt zwei Hütten an dieser Stelle, die ältere die
lange vor meiner Zeit gebaut wurde ist immer noch in relativ gutem Zustand
obwohl die Seitenwände aus Stämmen anfangen ihr Alter
zu zeigen. Das alte Blockhaus ist etwa 4,5m mal 2,5m und weniger als 1,80 m
hoch, mit Lehmboden und Gras bewachsenem Dach.
Die beiden Bettstellen und
der Tisch dazwischen kann man noch sehen, gebaut wurden sie vor vielen Jahren
von einem Trapper.
In den frühen Sechzigern während
eines Angel Trips mit meinem Onkel schlief ich hier für eine Nacht, ich fand
die Hütte damals ganz bequem. Damals wurde die Hütte noch von einem alten
Trapper namens Walter Kratz(5) benutzt, dieser ist schon länger in den ewigen
Trapper Gründen.
Das zweite Blockhaus hat eine andere Geschichte.
Gebaut wurde es in den späten 80igern mit innen Maßen von knapp 5m mal 6m und
2m hoch. Der Boden ist aus Holz und die Wände bestehen aus starken Stämmen.
Es gibt zwei Doppelbetten, einen Herd zum kochen sowie Lampen, – beides mit
Propan betrieben. Der große blecherne Ofen in der Ecke wird mit Holz betrieben.
Obwohl ich selbst nicht so viel Zeit in der Hütte verbracht habe finde ich sie
sehr gemütlich.
Wir schauen uns die Hütten an
und gehen einen kurzen Pfad entlang runter zum “Beaver
House” See. Der See ist mit ca. 400m breite und 1,2 km Länge relativ klein. Der
See hat seinen Namen durch die Anwesenheit von Bibern erhalten, die beliebten
sich einige Häuser (Biberburgen) im See zu bauen. Der See entstand durch einen
langen und hohen Damm den die Biber bauten um das Wasser aus Sicherheitsgründen
für Ihre Burgen zu stauen, und auch um ihre Nahrung leicht durch das Wasser
transportieren zu können.
Ich habe die Vermutung dass
die Biber hier schon seit Jahrhunderten tätig sind, es ist offensichtlich dass der Damm schon sehr oft repariert wurde.
Es ist an der Zeit
unsere Reise fortzusetzen..
Zurück auf der Harding Road fahren wir
weiter für eine Meile und gelangen schließlich auf den Esker
Trail, der von den Einheimischen früher “Fishing Lake Trail” genannt
wurde. Der ursprüngliche “Fishing Lake Trail” befand sich
etwas weiter westlich und traf erst an seinem nördlichsten Ende auf den Esker Trail. Entlang des Trails ist es still und das war schon immer so, eigentlich
ist es kaum mehr als zwei ausgefahrene Radspuren durch die Wälder. An manchen
stellen ist der Weg so schmal das die Büsche an den Seitenrändern an den Seiten
unseres Fahrzeugs streifen wenn wir durchfahren. Da es jetzt schon früher
Nachmittag ist, steuern wir einen Picknick Platz an einem abgelegenen See, dem
“Falling Horse” See an.
Er wurde kürzlich in Odell See umbenannt.
Ich
kenne nicht die Geschichte die dem See seinen einstigen Namen eingebracht hat,
da aber viele der früheren Reisenden Pferde benutzten können Sie es Ihrer
Vorstellung überlassen eine Antwort darauf zu finden.
Nach der Ankunft an dem
Picknick Platz wandern wir die 400m runter zum See. Der See, obwohl klein für
seine Art bildet ein ausgedehntes Oval mit einer Delle an einer Seite. Er hat
einen Durchmesser von etwa einundeinhalb Kilometern an seiner breitesten Stelle
und ist vielleicht 3km lang. Zum Angeln ist er gewöhnlich gut geeignet da er
recht abgelegen ist, eines Tages werden wir unser Glück versuchen und einen
prächtigen Hecht herausziehen.
Wir werden mittlerweile hungrig sein und
machen uns auf den Weg zurück zu unserem Minibus zum Mittagessen. Falls Deloris dabei ist wird alles schon bereit stehen, das
Lagerfeuer wird brennen, die Hotdogs, der Kartoffelsalat und die Wassermelone werden bereitstehen.
![]()
Wir müssen jetzt vorsichtig sein, ungeladene Gäste sind in der Nähe. Einer
unserer Gäste auf einer der Touren saß an einem Tisch als plötzlich ein Whiskey
Jack (Canada Jay) auf seinem Knie landete und
versuchte ihm seinen Hotdog aus der Hand zu stehlen. Da es nicht klappte aß der
Gast seelenruhig weiter seinen Hotdog. Er war von Österreich, es war eine ein
erstaunliches Bild dieses zu sehen, es war das Highlight dieser Mittagspause im
Busch. Übrigens, der Herr aus Österreich verfütterte seinen ganzen Hotdog und
mehr an die 3 oder 4 Schmarotzer die sich zum Essen einluden.
Es geht jetzt auf 14:00 Uhr zu und wir haben noch einiges an Weg vor uns.
Wir packen zusammen und setzen unseren Weg fort.
Von den Waldbränden abgesehen wurden diese Bäume nie behelligt. Das nördliche
Ende des Esker Trails liegt
im Narrow Hills Provinzial
Park(6) und das einschlagen von Holz ist hier verboten, hier
wie in allen
Parks.
Wir reisen durch jungfräuliche Bestände von
Fichten und Kiefern, immer höher geht es auf den Esker
Rücken. Während unserer Fahrt sehen wir womöglich Elch oder Hirsch, wenn wir
Glück haben auch einen Bären auf dem Trail. Einige
der Hügel die aufsteigen sind steil, manchmal mit ausgewaschenen Stellen an
einigen der Hügel, trotzdem kommen wir der spektakulärsten Stelle der Gegend
immer
näher.
Besuchen Sie Grace Lakes via Google Earth (Google Earth muss dazu auf Ihrem PC installiert sein)
Unvermittelt gelangen wir zu einem öfter benutzten Platz, wir
haben das untere Ende der „Grace Lakes“ erreicht. Wir steigen alle aus dem
Minibus aus, wir wandern etwas herum und lassen die Aussicht auf uns einwirken.
Von den Grace Lakes ist von
unserem jetzigen Platz nicht viel zu sehen, riesige alte Kiefern stehen am Hang
unterhalb und wir entscheiden uns den Hügel hinab zu wandern.
Falls es für Sie ein Problem sein sollte steile Hügel zu klettern, dann wird es
besser sein eine Weile zu warten bis wir das nächste mal halten um von dort
eine Aussicht auf die Grace Lakes zu erhalten, der Hang herunter zum See hat
einen schwierigen Steilhang. Als ich 7 Jahre alt war bin ich für 5 Cent
den Hügel hoch gerannt, heute könnte ich nicht ein viertel des Weges für 500
Dollar hoch laufen.
Während wir uns vorsichtig den Hügel hinab bewegen sehen wir zunehmend mehr vom See, das heißt von den Seen, erinnern Sie sich, es sind ja drei. Nachdem die Hälfte des Weges zurückgelegt ist können wir schon einen guten Teil der zwei größeren Seen die sich rechter Hand von uns ausdehnen. Wenn wir ganz unten ankommen stehen wir auf einem schmalen Sandstrand an dem mittleren der drei Grace Lakes.
Es sei denn das Sie ein guter Schwimmer sind würde ich von einem Bad im See abraten. Der Grund des Sees fällt weiter im gleichen Winkel wie der Hügel nach unten ab bis der Grund bei einer Tiefe von mehr als 15m erreicht ist. Der kleine flache See zur linken ist kaum mehr als ein Biberteich, da er wie die meisten Seen in der Gegend einen Biber Damm an seinem Abfluss hat. Der See an dem wir sind, der mittlere See ist ein gutes Stück größer und recht tief. Der letzte der Seen in dieser Kette liegt rechts von uns und ist ziemlich flach mit etwa 2m tiefe mit einigen tieferen Stellen, aber er ist mit Abstand der größere was die Oberfläche angeht.Zurück oben auf dem Hügel gruppieren wir uns für ein paar Aufnahmen, hieven uns in den Bus und machen uns auf den Weg. Der Trail, obwohl mittlerweile in besserem Zustand verläuft noch immer steil aufwärts für fast einen Kilometer und läuft dann in die Waagerechte aus. Wir sind ganz oben auf dem Narrow Hills Esker.
Der Esker(7) wurde vor langer Zeit durch die Gletscher der Eiszeit geschaffen. Ein schmales Band von Stein und Trümmern wurde zusammen geschoben und fiel wieder als die Gletscher sich zurückzogen. Geradeaus in Blickrichtung liegt ein großes Tal das mehr als 15 km breit und überwiegend mit ursprünglichen Kiefern und Fichten bedeckt ist. Kaum sichtbar liegt in der Ferne linkerhand der „Falling Horse“ (Odell) See an dem wir zum Essen gestoppt hatten. Zu unserer rechten liegt unberührter Wald. Zu unseren Füssen liegen die glänzenden Wasser der Grace Seen. Der Hang nach unten zu den Seen ist so steil und tief von hier aus das ich noch von niemandem gehört habe der ihn erklettert hätte, obwohl ich sicher bin das es jemand getan hat da es nicht unmöglich scheint.
Ein Europäer der mit uns war stand ganz gefesselt auf dem Hügel. Nach etwa fünf Minuten wandte er sich an mich und sagte. „Ich habe noch nie so viele Seen gesehen und keine Menschen in der Gegend“.
Er hatte Recht. In den mehr als fünf Stunden die wir jetzt auf dem Trail waren hatten wir von den Mitreisenden abgesehen keinen Menschen gesehen.
Die Aussicht von unserem Standort war schon auf vielen Fotos und in einer ganzen Anzahl von Magazinen und Artikeln über Saskatchewans Landschaft zu sehen, die Aussicht ist wirklich Einzigartig. Unsere Webseite bietet einige Videos und Fotos über diese Tour und diese Szenerie an.
Mittlerweile ist es spät geworden und die Reise muss weitergehen.
Der
Trail,
der
weiter
nach
Norden
geht
wurde
genau
entlang
der
höchsten
Erhebung
des
Esker
gebaut,
bis
er
nach
etwa
5
km
von
den
Grace
Lakes
mit
dem
Ende
des
Eskers
abfällt.
Dieser
Abschnitt
des
Trails
wird
in
gutem
Zustand
gehalten
da
die
Grace
Lakes
Gegend
ein
wunderschöner
Platz
ist,
der
gerne
von
besucht
wird
um
ein
Picknick
zu
halten
und
Fotos
der
herrlichen
Landschaft
zu
machen.
Entlang
des
größten
Teils
der
Strecke
nach
Norden
haben
wir
eine
gute
Sicht
in
das
westlich
gelegene
Tal.
Östlich
des
Weges
gibt
es
ein
noch
weiter
ausgedehntes
Tal
das
voller
kleiner
Seen
und
“Toteis-Löcher”(8)
ist,
es
kann
aber
nur
an
einigen
Stellen
am
Ende
von
Fußwegen
eingesehen
werden,
welche
eigens
zu
diesem
Zweck
angelegt
wurden.
Dieses
ist
nach
meiner
Kenntnis
der
einzige
Trail
in
der
Gegend
der
sich an einer Stelle in zwei
Fahrbahnen
aufteilt.
An
einem
Punkt
am
nördlichen
Ende
des
Eskers
muss
man
sich,
in
Richtung
Norden
reisend
rechts
um
den
Fuß
einer
höheren
Erhebung
herum
halten,
während
der
entgegen
kommende
Reisende
in
Richtung
Süden
direkt
über
den
Hügel
fährt.
Diese
zwei
Fahrbahnen
waren
früher
eine
einzige
Fahrbahn.
Der
Trail
über
den
Hügel
hinüber
war
der
ursprüngliche
Weg,
der
Trail
um
den
Hügel
wurde
erst
in
den
Fünfzigern
in
die
Seite
des
Hügels
gebaut.
Bald
darauf
erreichen
wir
die
Hauptstrasse,
die
vom
unteren
"Fishing
Lake"
zum
Narrow
Hills
Feuerturm
verläuft.
Nach
rechts
abbiegend
sind
wir
bald
darauf
am
Turm.
Der
Trail
den
wir
bereist
haben
wurde
ehemals
benutzt
um
den
Feuerturm
zu
erreichen
und
zu
versorgen.
Der
ursprüngliche
hölzerne
Turm
wurde
1938
gebaut
und
war
jeden
Sommer
besetzt
bis
etwa
1950,
als
ein
neuer
Turm
mit
stählerner
Struktur
errichtet
wurde,
einige
Jahre
später
wurde
dann
eine
neue
Waldhüter
Hütte
erreichtet.
Wir
halten
kurz
an
um
uns
das
kleine
Museum
anzuschauen
welches
in
der
vormaligen
Waldhüter
Hütte
eingerichtet
wurde.
Dann
kehren
wir
zurück
auf
dem
gleichen
Weg
auf
dem
wir
kamen,
wir
passieren
die
Abzweigung
zum
Esker
Trail
auf
unserem
Weg
zum
unteren
"Fishing
Lake"
Bald
darauf
sind
wir
am
unteren
Fishing
Lake,
der
den
Sommer
über
ein
beliebter
Platz
zur
Erholung
ist,
nur
wenige
Anwohner
leben
dauernd
hier.
Einige
der
Anwohner
arbeiten
in
der
Gegend
während
andere
in
Pension
sind.
Die
Anwohner
sind
sehr
engagierte
Leute,
sie
sind
Mitglied
der
"Saskatchwan
Wildlife
Federation",
eine
Gesellschaft
die
sich
der
Verbesserung
des
Loses
aller
lebenden
Wesen
widmet,
den
Menschen
wie
auch
den
Tieren
Wir
haben
noch
einen
Stopp
vor
uns,
er
ist
etwa
5km
weiter.
Wir
müssen
an
der
"Caribou
Creek
Lodge"
am
oberen
Fishing
Lake
wegen
dem
besonderen
"Speise
Eis"
das
es
dort
gibt
anhalten,
Ich
setzte
Speise
Eis
in
Anführungszeichen
weil
das
Eis
in
der
Caribou
Creek
Lodge
einige
Aufmerksamkeit
verdient.
Ich
habe
nie
Eis
so
hoch
im
Hörnchen
aufgetürmt
gesehen
obwohl
ich
eine
Menge
Eis
Cream
gesehen
habe.
Caribou Creek Lodge hat einen Nachbarschaftsladen der das ganze Jahr geöffnet hat, sie verkaufen dort Benzin und eine Menge Dinge die einen an einen Gemischtwaren Laden erinnern. Es gibt dort auch ein Restaurant, Essen und Kaffee sind dort sehr gut. Nach dem Kauf einiger Souvenirs sind wir soweit uns auf den Heimweg zu machen.
Die Fahrt nach Hause wird wahrscheinlich zwischen einer und eineinhalb Stunden dauern, da wir den asphaltierten Highway 106 (Die Hanson Lake Road)(9) befahren. Wir biegen nach ca. 15 Minuten nach Osten in die Harding Road die uns nach Hause bringt, wir haben jetzt einen vollen Kreis in knapp 8 Stunden durchfahren.
Wenn wir in River Trail Country Vacations ankommen ist es Zeit für das Abendessen, die Dusche und das Bett.
Es war ein guter Tag!!
---
Anmerkungen
des
Authors
—
(1) Das Dorf war ursprünglich “Love Siding” (Love Entladegleis) genannt worden, da es ein Seitengleis war wo Holz und andere Forst Produkte auf Wagons geladen wurden. Zwei Geschichten darüber wie „Love“ zu seinem romantischen Namen kam, waren im Umlauf. In seinen frühen Tagen war Love ein Sägemühlen Dorf das einige Sägemühlen innerhalb seiner Grenzen hatte, unter anderem eine „Saskatchewan Timber Board“ Sägemühle und die „Johnson Brothers“ Sägemühle. Es hieß das einer der dortigen Arbeiter sich in die Köchin verliebte die in einem der Feldküchen arbeitete. Wegen dieser zuweilen stürmischen Romanze wurde die Siedlung als Nebengleis Liebe, oder Liebe Nebengleis (Love Siding) bekannt.
Die andere Geschichte erzählte das Love nach dem Namen des Zug Schaffners des ersten Zuges der dort hielt genannt wurde, sein Name war Love. Suchen Sie sich aus welche Version Ihnen am besten gefällt, bedenken Sie aber das die zweite Geschichte die wahre Geschichte ist wie Love zu seinem Namen kam.
(2) Das erste Land, dass bei uns vermessen wurde war der Torch River Distrikt, 5km Süd-Ost von uns. Es wurde 1916 vermessen. Die ersten Siedler die ankamen waren Herr und Frau Otterbien und Charlie Johnson die 1921 zu dem damals noch namenlosen Torch River Distrikt kamen. Die Otterbiens verließen die Gegend bald wieder aber Herr Johnson blieb sein ganzes Leben hier. Die Gegend in der wir leben, der "Moose Run" Distrikt wurde 1931 vermessen. Die Familie meiner Mutter waren die ersten die in unserem Distrikt, sie ließen sich weniger als einen Kilometer nördlich von unserem jetzigen Platz nieder nachdem sie von Deutschland über Steinbach in Manitoba und Esk Saskatchewan hier ankamen.
Mein Großvater Johann Sager und sein Stiefsohn Joseph Kiehn hatten ihre Siedlungsplätze 1929 abgesteckt. Herr Sager brachte seine junge und wachsende Familie1930 nach hier, ein Jahr vor der Landvermessung. Herr Kiehn brachte seine Familie einige Jahre später nachdem er den Siedlungsplatz vorbereitet hatte. Die vollständige Geschichte der Torch River und Moose Run Distrikte findet man auf der "Leitartikel Seite" auf unserer Homepage.
(3)Elk Mountain wurden die Narrow Hills von den Eingeborenen Jägern früher genannt. Jagdgesellschaften aus vielen Landesteilen kamen zusammen um die zahlreichen Elks (Wapitis)zu jagen die man in den Tälern längs des Eskers finden konnte. Es wird erzählt, dass während eines einzigen Winters mehr als 135 Elks im Bereich des Elk Mountains erlegt wurden, daher der Name.
(4)
Die
Grace
Lakes
erhielten
ihren
Namen
nach
einer
Dame
namens
Grace,
die,
mit
ihrem
Ehemann
und
2
jungen
Töchtern
bis
1950
eine
Meile
südlich
von
uns
wohnte.
Sie
war
die
erste
weiße
Frau
die
bekanntermaßen
in
einem
der
Grace
Seen
schwamm.
Die
Familie
zog
1955
nach
Prince
George
in
British
Columbia
nachdem
ihr
Mann
sich
eine
schwere
Verletzung
beim
fällen
von
Bäumen
zugezogen
hatte.
Ich erinnere mich, dass ich Mitte der fünfziger Jahre eine Doppel Reifenspur, eigentlich schon Spurrillen sah, die geradewegs runter zum See gingen. Einer meiner Onkel sagte mir das ein paar Typen die er kannte ihren ausgedienten vier Rad angetriebenen Armee Jeep den Hang zum See runter fuhren. Sie mussten ihn mit einer Winde zurück den Hügel hinauf ziehen wegen dem steilen Hang.
(5)Walter Kratz, den ich gut kannte war ein Feuerwachmann der Naturschutz Behörde auf einem der nahen Feuertürme. Es war auf dem dritten "Grassy Lake" Feuerturm nur 5 km östlich vom heutigen River Trail Country Vacations eingesetzt. Er kam in den späten 30igern in die Gegend und begann mit dem Fallen stellen in den nördlichen Wäldern. Er wurde "Turm Mann" in den frühen Fünfzigern und behielt diese Arbeit, neben dem Fallenstellen im Winter bis zu seiner Pensionierung 1965 mit 67 Jahren bei. Er verbrachte seinen Lebensabend in Creston in British Columbia, wo er noch mit 70 Jahren zum ersten Mal heiratete. Etwa 1971 wurde ein neuer Feuerturm, der auch Grassy Lake Feuerturm genannt wurde 8 km nördlich des alten gebaut. Der alte wurde außer Dienst gestellt und schließlich abgebaut.
(6)
Der
Nipawin
Provinzial
Park,
der
Vorgänger
des
Narrow
Hills
Provinzial
Parks
wurde
von
Garry
Parker
ins
Leben
gerufen.
Garrry
Parker
war
der
erste
Außendienst
Chef
für
den
Grassy
Lake
Distrikt
des
"Saskatchewan
Department
of
Natural
Resources",
er
war
am
Grassy
Lakes
Feuerturm
stationiert.
Er
blieb
auf
dieser
Position
von
1931
bis
1941.
Gleich
nach
seiner
Einsetzung
als
Außendienst
Chef
beauftragte
Parker
einen
seiner
Untergebenen
Feuerwachstreifen,
Herrn
Burns
Madison
die
Gegend
um
die Narrow
Hills
zu
kartographisieren
um
die
Möglichkeit
der
Schaffung
eines
Provinzial
Parks auszuloten. Mit dem Ergebnis einer zwei monatigen
Untersuchung
drängte
Parker
darauf,
und
erreichte
auch,
die
Schaffung
des
mehr
als
650
Quadratkilometer
großen
"Nipawin
Provincial
Park)
der
offiziell
1934
eingeweiht
wurde.
(7)Was
Allgemein
der
Narrow
Hills
Esker
genannt
wird,
ist
tatsächlich
eine
Endmoräne.
Eine
Endmoräne
bildet
sich
nach
dem
Stillstand
eines
Gletschers
an
dessen
Ende
und
besteht
aus
Material,
das
an
der
Stirnseite
des
Gletschers
aufgeschoben
wurde.
Zumeist
entsteht
ein
annähernd
halbkreisförmiger
Moränenwall,
der
das
Gletscher
Ende
umgibt.
Die
der
Gletscherzunge
zugewandte
Seite
ist
steiler
als
die
Außenseite
des
Endmoränenwalls.
Voraussetzung
zur
Bildung
einer
Endmoräne
ist
ein
stationärer
Gletscher,
d. h.,
der
Eisstrom
muss
über
einen
längeren
Zeitraum
etwa
an
der
gleichen
Stelle
halten.
Rückzugsphasen
und
danach
weniger
weit
reichende
Vorstoßphasen
eines
Gletschers
lassen
mehrere
hintereinander
gestaffelte
Endmoränenwälle
entstehen.
(8)Toteis-Löcher (Kettel holes) sind kleinere in der Regel runde Seen oder Teiche die wahrscheinlich durch denselben Gletscher wie der Narrow Hills Esker entstanden sind. Sie erhalten ihre Form durch Eisblöcke verschiedener Größe die von einem Gletscher weg brechen und dann vom später sich zurückziehenden Gletscher durch dessen Gewicht in die Erde gedrückt werden. Wenn die Eisblöcke schmelzen hinterlassen sie ein dem Eisblock entsprechendes Loch in der Erde. Toteis Löcher haben oft keinen Zufluss und füllen sich mit Wasser durch schmelzenden Schnee, durch Sommer Regen und Sickerwasser. Einer der Gründe für das Verbleiben des Wassers sind die Biberdämme die im Frühling die dann auftretende Hauptmenge an Wasser zurückhalten. Wenn Sie den Falling Horse (Odell Lake) See anschauen werden Sie die mehr oder weniger rundliche Form bemerken, diese beiden Seen sind vermutlich Toteis-Löcher.
(9)Die "Hanson Lake Road" wurde nach einem Norwegischen Immigranten namens Olaf Hanson benannt. In den Zwanzigern und dreißiger Jahren war er Trapper und Berufs-Fischer am "Little Bear" und "Deschambault" See. Er zeichnete eine Karte der Route 1958, die später diese beliebte asphaltierte Strasse in den Nordosten Saskatchewans wurde. Der Bau der Strasse begann 1959 und fand seinen Abschluss in Creighton Saskatchewan 1962. Olaf Hanson arbeitete schließlich in den Minen von Flin Flon Manitoba, nach seiner Pensionierung zog er sich nach Prince Albert Saskatchewan zurück.
Für
eine
vollständigere
Geschichte
des
Forstes
der
in
unserer
Geschichte
beschrieben
ist,
können
Sie
die
Webseite:
www.cybervillagemall.com/sk/love
besuchen.
Copyright
2005
by
Marvin
Torwalt